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Pfarrer/religiöse Berufe

  • Johannes Zitzmann, (24.06.1706/Eschenfelden-14.07.1786/Römhild), studierte auf den Hohen Schule in Altdorf und wurde evangelischer Pfarrer. Als solcher wurde er mehrmals versetzt und kam so auch nach Thüringen, hier war er in den Pfarreien Untermaßfeld, Oberlind, Walldorf und Wasungen tätig, schließlich wurde er in Meiningen Superintendent. In Untermaßfeld heiratete er 1734 die Amstkastnertochter Johanna Juliana Böttiger, 1740 heiratete er als Witwer Charlotte Wilhelmine Schulz aus Rosenhorst in Hessen
  • · Johannes Zitzmann, Pfarrer in (Ober-)Lind seit dem 1. Pfingsttag 1741, hat am 24.01.1744 sein jüngstes Söhnlein Dietrich Conrad Zitzmann in aller Stille begraben, 15 Tage alt; am 17.04.1743 hat er sein Töchterlein Anna Maria Zitmann, welches nur 3 Stunden lebte in der Stille gegraben
  • · Johann Ludwig Zitzmann, (03.12.1748/Oberlind-29.07.1800/Mendhausen), evangelischer Pfarrer zu Mendhausen, verheiratet mit Rosina Margaretha Leonhardt von Römhild
  • · Johannes Zitzmann, (21.07.1783/Eicha-31.05.1848/Gompershausen), evangelischer Pfarrer zu Gleichenwiesen, verheiratet mit Johanna Nöbling von Rönmhild
  • · Ehegott Kurt Zitzmann, (1881/Makranstädt-?), 1909-13 Pfarrer in Bärenstein, Kreis Dippoldiswalde, 1912-1913 Divisions-Militärpfarrer in Leipzig
  • · Zitzmann Richard, Pfarrer der Gemeinde Emmaus/Berlin

1938 wurde der verfolgte Bekenntnispfarrer Richard Zitzmann aus Dresden mit allen 15 Stimmen der bei der Wahl Anwesenden in die durch Pfarrer Moschütz' Ausscheiden frei gewordene 1. Pfarrstelle gewählt .Am 18. Februar 1943 hatte Joseph Goebbels seine berühmte Rede vom "totalen Krieg" gehalten. Noch einmal sollten nach der Katastrophe von Stalingrad die zweifelnden und verzweifelnden Volksgenossen in einer großen Propagandaschlacht mobilisiert werden. Was dieser "totale Krieg" bedeutete, erfuhren alle täglich am eigenen Leib. Am 29. Dezember 1943 fällt das Gemeindehaus einem Bombenangriff zum Opfer. Es war bis auf die Keller zerstört und unbrauchbar geworden. Die Emmaus-Kirche kommt noch einmal davon. Aber auch dort gehen im April 1944 durch die Wucht umliegender Detonationen viele Fenster zu Bruch, die nur notdürftig vernagelt werden können. In einer Schadensmeldung vom Oktober 1944 an das Konsistorium berichtet Pfarrer Antoni, daß während des Winters im Kirchenschiff keine Gottesdienste mehr abgehalten werden können, da man nicht mehr über 4 °C Raumtemperatur kommt. Auf den Pfarrern liegt eine übermäßige Arbeitslast. Sie müssen für die zum Krieg eingezogenen Amtskollegen den Dienst mittun. Oft liegen die zu betreuenden Gemeinden weit außerhalb. Pfarrer Huhn war zum Beispiel ab 1942 vertretungsweise in Müggelheim, Buckow, Lübars und Wittenau tätig. Bald steht Pfarrer Antoni allein in Emmaus. Pfarrer Zitzmann, der sich inzwischen gut in die Gemeinde eingelebt hatte, wird im April 1944 vom Konsistorium nach Tilsit beordert. Vom Evangelischen Konsistorium Königsberg war mitgeteilt worden, es herrsche in Tilsit "großer kirchlicher Notstand". In anderen Mitteilungen war die Rede von geistlich zu betreuenden evakuierten Gemeindegliedern. Was aber, wie der Sohn Pfarrer Zitzmanns der Gemeinde später mitgeteilt hat, nicht zutraf. Pfarrer Zitzmann hatte diese Versetzung nach Tilsit später immer als eine gegen ihn gerichtete Strafmaßnahme des Konsistoriums interpretiert wegen seiner Aktivitäten in der Bekennenden Kirche. Am 15. September 1944 erhielt er allerdings vom Konsistorium die Aufforderung zur Rückkehr. Pfarrer Huhn war im Sommer an den Folgen einer schweren Erkrankung, die er sich Wochen vorher in einer Bombennacht beim Löschen seiner brennenden Wohnung zugezogen hatte, gestorben. Die Gemeinde brauchte also dringend einen zweiten Pfarrer. Pfarrer Zitzmann sollte nach Beendigung seines Urlaubs darum umgehend seinen Dienst in Emmaus wieder aufnehmen. Pfarrer Zitzmann befand sich jedoch auf der Flucht vor der Gestapo. Frau Zitzmann war die Tochter eines jüdischen Christen. Sie galt nach den Rassegesetzen des NS-Staates als Halbjüdin. Ihr drohten daher auf Grund der staatlichen Verfolgungsmaßnahmen die Heranziehung zu Zwangsarbeit und Einweisung in ein KZ. Die meisten jüdischen Verwandten der Ehefrau waren von dieser Maßnahme betroffen und sind in den KZs Theresienstadt und Auschwitz zu Tode gekommen. Auch ihr Bruder, der Bekenntnispfarrer Heinrich Lebrecht, kam in eine Strafkompanie der Organisation Todt und wurde vermutlich von der Gestapo erschlagen. Die Familie Zitzmann verbarg sich daher bis Kriegsende. Nach dem Zusammenbruch war eine schnelle Rückkehr nach Berlin nicht möglich. Die entsprechenden alliierten Genehmigungen zur Durchreise lagen nicht vor. Zudem verschlimmerte sich eine schwere Erkrankung der Ehefrau, die während der NS-Verfolgung unbehandelt bleiben mußte, so daß Frau Zitzmann im November 1946 verstarb. Pfarrer Zitzmann verwaltete nach 1945 zunächst mehrere vakante Gemeindepfarrstellen in Köln und wurde schließlich Pfarrer am Kölner Untersuchungs- und Strafgefängnis. Er verstarb im Alter von 89 Jahren

  • Zitzmann, ..., 1946 leitet Pfarrer Zitzmann das „Schlesische Krüppelheim“ der evangelischen Kirche und des Diakonischen Werkes in „Martin-Ulbrich-Haus“ um, das Haus wird zur Heilstätte für Tuberkulose erweitert
  • Roland Anton Zitzmann, (13.08.1965/Nürnberg), katholischer Religionspädagoge und Bibliodramaleiter, verheiratet mit Christina Loos

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