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Manfred Leißner

Manfred Leißner

Geboren (Torwartstraße) und getauft (evangelisch-lutherisch) wurde ich 1935 in Zabo. Ein Jahr später sind wir nach Mögeldorf, in die Speckhartstraße, gezogen. In den Jahren 1938 – 1943 bin ich bei meinen väterlichen Großeltern in  der Marthastraße/Mögeldorf, aufgewachsen, dort besuchte ich auch den katholischen Kinderkarten. Gegenüber der katholischen Kirche war die Thusneldaschule, diese besuchte ich in den Jahren 1941 – 1949.

 

Wenn ich an meine Großeltern mütterlichseits Georg Thomas Zitzmann (1882-1957) und Babette Zitzmann (1879-1951) denke, fällt mir zuerst ihr Sandsteinhaus in Zabo, gegenüber eines Bauernhofes, ein. Dieses Sandsteinhaus und der Bauernhof haben der Familie Beckstein gehört. Ich sehe den Großvater noch, wie er große Kohlebrocken (er war bei der Eisenbahn und hat diese „organisiert“) vor dem offenen Kamin zerschlagen hat. Das unangenehme an diesem Haus war das „Häuschen“, zu dieser Zeit noch außerhalb des Hauses und ich hatte Angst es zu benutzen, da mir stets der Hund des Bauern auflauerte. Ich erinnere mich auch noch an die Wochenenden, in den Jahren des 2. Weltkrieges, wir Leißner-Brüder haben mit Großvater Zitzmann zusammen und seinen Kindern Wurzelstöcke ausgegraben, die er zum Heizen brauchte. Das war eine harte Arbeit, aber das gute Essen, die Butterbrote und der heiße Tee, waren die Anstrengung wert (Das Waldgelände lag in Richtung Urbanstraße-Pfalznerweiher-Russenwiese in Richtung Fischbach). Zu dieser Zeit war dort auch ein Gefangenenlager für russische Kriegsgefangene. Wir durften dann, nach dem arbeitsreichen Wochenende, noch einige Tage im Hause Großvaters und Großmutters verbringen. Lange Haare hat Großvater nicht leiden können, wenn wir bei ihm zu Besuch waren, mußten wir oft mit ihm zusammen zu seinem Friseur und Bader gehen und dieser „verpaßte“ uns die gleiche Frisur wie Großvater: Kurzer, seitlich hochrasierter Bürstenhaarschnitt. Diese Haarfriseur hat dann regelmäßig bei meinen Freunden Gelächter ausgelöst. Schön war es immer wenn „Kärwa“ in Zabo war. Verrückt waren wir nach dem Kasperletheater, zu dem uns Großvater immer eingeladen hat. Während wir die Vorstellung anschauten, verbrachte Großvater die Wartezeit in der „Linde“. Nach der Aufführung holten wir ihn dort ab und durften auch ab und zu einen Schluck Bier probieren. Im Geburtsjahr von Heinz Zitzmann (*1944) wurde das alte Sandsteinhaus Opfer anglo-amerikanischer Terrorbomberangriffe und Großvater und Großmutter zogen in die Kohlerstraße 4 in Zabo. Das Positive dieses traurigen Ereignisses war die Tatsache, das man von dem Haus in der Kohlerstraße einen guten Blick auf das Gelände des 1.FCN hatte.

 

Meine Mutter Kunigunde Leißner, geborene Zitzmann (1909-1965) hat alle ihre Kinder Zuhause geboren. Leider war meine Mutter immer kränklich, sie litt an Rheuma, Gicht und hatte Probleme mit ihrem Herzen. Gegen Ende des Krieges (1943/44) kommt mir ein Vorfall auf dem Spielplatz ins Gedächtnis, sie erlitt eine Art von Herzanfall, der nur mit Hilfe von Riechsalz vorläufig zu beheben war. Diese Art von Anfällen erlitt sie öfters. Ich erinnere mich auch an die anglo-amerikanischen Terrorangriffe nächtens, Mutter hatte genug damit zu tun, sich für den Luftschutzkeller zu Recht zu machen und ich mußte meine Geschwister in den Luftschutzkeller bringen. Hier erlitt Mutter auch vor Aufregung einen ihrer Anfälle. 1944 wurde unser Haus getroffen, zum Glück wurde nicht die Haushälfe getroffen, unter der der Luftschutzkeller war, sonst wären wir alle als Ziviltote in die Gefallenenstatistik eingegangen. Um 1944/45 habe ich dann bei meinen väterlichen Großeltern gewohnt. Im Dorf Munnigen (bei Öttingen, Richtung Nördlingen) haben wir bei Bauern auf dem Feld gearbeitet, ich durfte auch ab und an den Ochsenkarren fahren. Eines Tages bei der Feldarbeit haben uns feindliche Tiefflieger überrascht, wir versteckten uns im Stroh und zum Glück sahen sie uns nicht  und flogen weiter in Richtung Roth.

Im zerstörten Nürnberg „organisierte“ ich mit Freunden aus zerbombten Häusern alte Wasserhähne, Kupfermetall usw., um sie dem Altwarenhändler zu verkaufen. Sogar das Baggerloch wurde von uns nach Zeitungen und anderen Stoffen durchsucht und auch das Depot der Straßenbahn blieb nicht unverschont. Vor allem investierten wir unseren Gewinn aus diesen Geschäften in den Besuch von Kinofilmen. Mein Vater Konrad Leißner (1907-1988) wurde 1941/42 zur Deutschen Wehrmacht eingezogen. Er kämpfte in Rußland (Instandsetzungseinheit),1945 bei Kämpfen in der Nähe Königsbergs wäre er fast in russische Kriegsgefangenschaft geraten, er könnte in Richtung Westen ausweichen und geriet in britische Kriegsgefangenschaft. Aus dieser wurde er bereits 1945 wieder entlassen. 1946/47 arbeitete Vater im „Eisenwerk Tafel“ als Werklokführer. Mein Bruder Rudi und ich haben ihm oft sein Mittagessen in das Eisenwerk gebracht und manchmal durften wir dann bei ihm auf seiner Lok mitfahren. Ich erinnere mich noch, wie er sich das Essen auf dem Kessel der Lok warm gemacht hat. Er hat uns auch immer große Kohlebrocken mitgegeben (später heimlich), damit wir etwas zum Heizen zu Hause hatten (ähnlich wie Großvater früher). In den schweren Jahren von

1946-50 ist er immer wieder auf das Land gereist, um bei den Bauern Schinken, Eier, Mehl usw. zu „organisieren“. Für die Weihnachtszeit hatten wir immer 2 Gänse im Keller, die Mutter mästete und im Schlafzimmer der Eltern (es war der kälteste Raum) ist ein großer Rindfleischschlegel gehangen. Mich hat Vater einmal zum „Organisieren“ mit nach Igensdorf genommen. Dort hatte er „seine“ Bauern, mit denen er verhandelte. Wir wurden von den Bauern zum Essen eingeladen und ich aß das erste Hähnchen (gefüllt und mit Knödel serviert) meines Lebens.

 

Am 10.04.1949 wurde ich von Pfarrer Bibra in der evangelischen St. Ulrichs und Nikolauskirche zu Nürnberg-Mögeldorf konfirmiert.

 

1949 Lehre habe ich eine Lehre als kaufmännischer Angestellter begonnen, die ich 1950 wegen dem Bankrott der Firma wieder abbrechen mußte. In den Jahren von 1950 – 1972 arbeitete ich als Lagerarbeiter. 1972 machte ich eine Umschulung in den EDV-Bereich, anfangs arbeitete ich als Consol-Operator, dann bildete ich mich durch diverse Programmierkurse zum Systemprogrammierer weiter. Mein Beschäftigunsverhältnis endete am 01.01.1996 durch einen Auflösungsvertrag und entließ mich in die Arbeitslosigkeit und seit dem 01.08.1998 bin ich im wohlverdienten Rentenstand.

 

 

Monika Leißner, meine Frau wurde in Berlin-Reinickendorf am 25.06.1940 geboren, am 13.10.1940 evangelisch in Berlin getauft. Mit ihren Eltern zog sie nach Nürnberg und wurde 1946 eingeschult (Schnieglinger, Bismarck, Thusneldaschule). Die Konfirmation fand am 11.04.1954 in der evangelischen Kirche Mögeldorf St. Nikolaus und St. Ulrich statt. Ihre Lehre (1.08.1954-31.07.1957) als kaufmännische Angestellte absolvierte sie bei Fa. Schafft, Nürnberg. Wir verlobten uns im Mai 1958, die Hochzeit folgte am 30.07.1959/Standesamt und am 31.07.1959 kirchlich in der evangelischen Kirche Mögeldorf. Unser erster Sohn Norbert Leißner wurde am 13.08.1961 in Nürnberg geboren und evangelisch getauft im Krankenhaus Martha-Maria am 22.08.1961(Konfirmation 23.03.1975, Versöhnungskirche in Nürnberg-Schniegling). Unser zweiter Sohn Werner Leißner wurde am 30.10.1964 in Roth geboren, getauft am 22.11.1964 in der evangelischen Kirche Allersberg (Einschulung 07.09.1970 Reichelsdorf, Konfirmation 19.03.1978 in der evangelischen Versöhnungskirche Schniegling Nürnberg).

 

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