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Antonia Dörn geb. Peterlunger

Dörn Antonia, geb. Peterlunger

 

 

Meine Mutter Elsa Peterlunger, geb. Huter (1910-1982)) erzählte uns Kinder folgendes über den Heiratsantrages meines Vaters Valerian Peterlunger: Er war der Sohn des Lehrers in Tannheim und bereits 30 Jahre alt, als man ihm nahelegte, endlich eine Frau in das Haus zu bringen. Seine Mutter war sehr kränklich und der Haushalt benötigte dringend eine junge Frau, die der kranken Mutter die Arbeit abnahm. Meine Mutter war zu dieser Zeit in einem Gasthaus in Feldkirch (Vorarlberg) als Bedienung beschäftigt und hatten einen „stillen Verehrer“ (der anscheinend doch sehr schüchtern war!) und sich nicht getraute meiner Mutter seine Liebe zu gestehen. Meine Eltern kannten sich bis zu diesem Zeitpunkt nur von der Schule, bzw. vom Dorf und hatten bis zu diesem Zeitpunkt miteinander überhaupt nichts zu tun. Mein Vater setzte sich in Tannheim aufs Fahrrad und fuhr damit nach Feldkirch (ca. 150 km) und machte meiner Mutter einen überraschenden Heiratsantrag. Meine Mutter wollte sich das natürlich überlegen, aber mein Vater harrte drei Tage aus, bis sie endlich „Ja“ sagte. Diese Entscheidung ihrerseits sei auch damit zustande gekommen, daß die Lehrersfamilie eine angesehene Familie war und somit eine gute Partie und ein schöner Mann war mein Vater ja auch. Und so wurde geheiratet. Da gab es schöne und auch wenig schöne Zeiten, z.B. mußte Mama 10 Jahr lang ihre Schwiegermutter pflegen, die ans Bett gefesselt war durch ihre Krankheit. Die Schwiegereltern versprachen meinen Eltern , daß sie das Haus dafür erben. Aber da war eine Schwester meines Vaters, die Lehrerin in Landeck war und nach dem Tode der Eltern kam diese mit einem Testament zu ihren Gunsten daher und das erste Testament wurde als ungültig bezeichnet. So stand die Familie ohne Haus da und als die Tante in Pension ging und nach Tannheim übersiedelte, wollte meine Mutter nicht mir ihr unter einem Dach leben. So beschlossen meine Eltern im Jahre 1957 Tannheim mit „Sack und Pack“ (mit einer Kuh im Anhänger des Transporters) zu verlassen. So wurde Nofels unsere neue Heimat und zwar aus mehreren Gründen. Nofels war in der Nähe von Feldkirch und da hatte es meiner Mutter als Bedienung immer gut gefallen. Ihre Schwester Regina war auch in der Nähe (Göfis), verheiratet und war maßgeblich am Kauf des Hauses beteiligt, indem sie für uns dieses Objekt gesucht hatte und in Nofels fündig wurde. So landeten wir Anfang April 1957 in Nofels und das Gras ums Haus war schon so hoch, daß die Kuh weiden konnte. Meine Mutter meinte dazu fröhlich: „Die glaubt sich, sie ist im Paradies gelandet!“ Als wir Tannheim verließen war dort erst die Schneeschmelze. Ich erinnere mich noch gut an den Umzug, schließlich war ich ja auch schon 11 Jahre. Alle meine Freundinnen mußte ich aufgeben. Den Dialekt in der neuen Schule konnte ich anfangs überhaupt nicht verstehen. Zum Glück mußte ich nur von April bis Anfang Juli in diese Schule und konnte am Herbst in die Hauptschule nach Feldkirch. Da sprach man Hochdeutsch und ich fühlte mich dort auch wohl. Meine älteren Brüder Bruno und Klaus hatten schon sehr Heimweh nach Tannheim, so glaube ich. Sie fuhren anfangs mit dem Fahrrad, später mit Mopeds bei jeder Gelegenheit und „Sauwetter „ zu ihren Freunden nach Tannheim. Auch mein Vater hat sich nicht mehr so richtig einleben können. Er war in Tannheim bei seinen Stammtisch-Kumpeln und en ganzen Winter hindurch als Skilehrer, zu stark verwurzelt gewesen. Meine Mutter hatte sich in der neuen Heimat recht wohl gefühlt und hatte viel Freude mit uns Kindern und war immer eine liebevolle Mutter, die immer für uns da war. Noch etwas zu dem Testament meines Großvaters, als vor ein paar Jahren die Schwester meines Vaters starb, ist das erste und echte Testament meines Großvaters bei einem Notar geöffnet worden. Es war angeblich vor vielen Jahren von dieser Tante dort hinterlegt und beim Ableben derselben geöffnet worden. In diesem Testament wäre doch unser Vater der richtige Erbe des Hauses gewesen!! Wir Kinder hätten eine Chance das haus zu bekommen, aber wir wollen es heute nicht mehr! Mein jüngster Bruder, Valerian, kennt Tannheim nur von unseren Fahrten dorthin. Er war beim Umzug auch erst fünf Jahre alt. Meine zwei Schwiegersöhne, sowie Valerian und Knut besitzen alle Motorräder und machen im Sommer gerne eine Tour ins Tannheimertal.

 

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